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Aktionsgemeinschaft Contra Erweiterung Godorfer Hafen
7.09.16

7. September 2016 beta.welt.de Achse der Bedrohten Die NRW-Rheinhäfen wollen noch enger mit Rotterdam und Antwerpen zusammenarbeiten. Denn am Mittelmeer entsteht neue und gefährliche Konkurrenz


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Auf dem Rhein und den vielen Kanälen in NRW werden jährlich mehr als 120 Millionen Tonnen Güter und mehr als eine Million Standardcontainer transportiert und umgeschlagen. Mehr als die Hälfte der Güter und zwei Drittel der Container entfallen dabei auf die Häfen Duisburg, Düsseldorf/Neuss und Köln, die mit den Nordseehäfen als die wichtigsten Kanäle zur Versorgung Nordwesteuropas mit Gütern und Waren aus aller Welt gelten.

Doch diese Vormachtsstellung ist bedroht. Denn in Südeuropa formiert sich seit einigen Jahren eine neue Konkurrenz, die sowohl den Häfen an der Nordsee wie auch denen am Rhein gefährlich werden könnte. So werden nach der umfassenden Verbreiterung des Suezkanals in Ägypten die Häfen in Italien, Slowenien, Griechenland und Frankreich ausgebaut, auch mit chinesischem Kapital. Die größte chinesische Reederei Cosco hat zudem gerade erst in Griechenland den Hafen Piräus gekauft und plant darüber hinaus neue Transportwege in Süd- und Südosteuropa, vor allem auf der Schiene. Auch im slowenischen Adriahafen Koper gibt es entsprechende Aktivitäten, zudem stehen Marseille, Genua, und Gioia Tauro vor einer möglichen Renaissance.

Und in der Tat spart ein am Mittelmeer auf Schiene oder Lkw gebrachter Container gegenüber der Schifffahrt um Gibraltar und bis zur Nordsee etwa fünf Tage ein.


Hinzu kommt, dass nach Eröffnung des neuen Gotthard-Basis-Tunnels in der Schweiz künftig auf der Tangente Rotterdam-Genua verstärkt Güter in beide Richtungen fließen könnten, an den Rheinhäfen und damit auch am Duisburger Binnenhafen vorbei. Der Schweizer Handelskonzern Migros etwa bekommt viele seiner Waren bereits über Genua, die früher noch über die Nordsee und dann über den Rhein, Schiene und Lkw herangeschafft wurden.

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